Krafttraining
Ist Pilates Krafttraining? Und Schwimmen, Rudern, Yoga…
Bewegungsempfehlungen sehen zwei Arten von Training vor: Ausdaueraktivität und muskelkräftigende Aktivität. Viele gehen davon aus, dass ein Pilateskurs, eine Stunde Schwimmen oder eine Rudereinheit beides abdeckt. Ob eine Aktivität als Krafttraining zählt, hängt vom Widerstand ab: Er muss die Muskeln innerhalb einer begrenzten Zahl von Wiederholungen ermüden, und er muss steigen können, wenn der Körper stärker wird.
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Kurz gesagt
Pilates ist teilweise Krafttraining: Körpergewicht und Federn können die Kraft älterer Menschen verbessern, aber der Widerstand lässt sich nicht weit genug steigern, um Maximalkraft aufzubauen. Auch Yoga, CrossFit und HYROX zählen teilweise. Schwimmen, Rudern, Radfahren und Laufen sind Ausdauersportarten. Training mit Gewichten und gesteigertes Eigengewichtstraining zählen voll.
- Krafttage pro Woche (WHO)
- ≥2
- Wiederholungen für Anfänger
- 8–12
- mehr Gewicht pro Schritt
- 2–10 %
Was zählt als Krafttraining?
Krafttraining ist jede Aktivität, bei der Muskeln gegen einen Widerstand arbeiten, der hoch genug ist, um sie innerhalb einer begrenzten Zahl von Wiederholungen zu ermüden, und bei der sich dieser Widerstand mit der Zeit steigern lässt. Die WHO nennt das muskelkräftigende Aktivität und empfiehlt sie mit mindestens moderater Intensität, für alle großen Muskelgruppen, an zwei oder mehr Tagen pro Woche [1].
Das Positionspapier des ACSM (American College of Sports Medicine) zum Krafttraining drückt den Widerstand als Wiederholungsmaximum (RM) aus: das schwerste Gewicht, das du eine bestimmte Anzahl von Malen bewegen kannst. Für Anfänger empfiehlt es Lasten von 8–12 RM; Fortgeschrittene bauen Maximalkraft mit Schwerpunkt auf schweren Lasten von 1–6 RM auf. Training der lokalen Kraftausdauer arbeitet mit 40–60 % des 1RM bei mehr als 15 Wiederholungen [2]. Ein 1RM-Rechner schätzt dieses Maximum aus einem submaximalen Satz.
Die zweite Bedingung ist Progression. Laut ACSM braucht es eine steigende Belastung, damit sich der Körper weiter anpasst, und zwar 2–10 % mehr Gewicht, sobald du ein bis zwei Wiederholungen mehr schaffst als geplant [2]. Ausdaueraktivität beschreibt die WHO dagegen als rhythmische Bewegung der großen Muskeln über einen längeren Zeitraum, mit Gehen, Laufen, Schwimmen und Radfahren als Beispielen [1].
Welche Sportarten zählen als Krafttraining?
Training mit Gewichten und gesteigertes Eigengewichtstraining zählen als Krafttraining. Pilates, Yoga, CrossFit, HYROX und Zirkeltraining zählen teilweise, und Schwimmen, Rudern, Radfahren, Laufen und Treppensteigen sind Ausdaueraktivitäten. Die Tabelle prüft jede Aktivität anhand der beiden Bedingungen: ausreichender Widerstand und Progression. Wie ein vollständiger Trainingsplan aufgebaut ist, erklärt der Leitfaden zum Krafttraining.
| Aktivität | Krafttraining? | Warum |
|---|---|---|
| Training mit Gewichten (freie Gewichte, Maschinen) | Ja | Externe Last, die sich in kleinen Schritten steigern lässt |
| Eigengewichtstraining, Calisthenics | Ja | Zählt, sobald schwerere Varianten oder Zusatzgewicht hinzukommen |
| Reformer-Pilates | Teilweise | Einstellbare Federn, aber ein begrenzter Widerstandsbereich |
| Matten-Pilates | Teilweise | Nur Körpergewicht; vor allem Ausdauer der Rumpfmuskulatur |
| Yoga | Teilweise | Haltungen mit Körpergewicht; Belege für Kraft vor allem bei Älteren |
| CrossFit | Teilweise | Langhantelübungen kombiniert mit Konditionstraining |
| HYROX | Teilweise | Vor allem Laufen; Stationen mit Schlitten, Tragen und Ausfallschritten |
| Zirkeltraining | Teilweise | Zählt nur bei ausreichend hoher Last pro Station |
| Schwimmen | Nein | Ausdauer; wenig Kraft pro Zug und kaum Belastung der Knochen |
| Rudern | Nein | Ausdauer; Hunderte Schläge mit submaximaler Kraft |
| Radfahren, Spinning | Nein | Ausdaueraktivität; weniger Muskelwachstum als mit Gewichten |
| Laufen | Nein | Ausdaueraktivität, die allerdings die Knochen belastet |
| Treppensteigen | Nein | Im Alltag Ausdauer; Step-ups mit Gewicht zählen |
| Padel | Nein | Rückschlagsport; Widerstand niedrig und nicht steigerbar |
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Ist Pilates Krafttraining?
Pilates ist teilweise Krafttraining. Die Muskeln arbeiten gegen das eigene Körpergewicht oder den Widerstand von Federn. Das kann die Kraft älterer Menschen verbessern, doch der Widerstand lässt sich nicht weit genug steigern, um Maximalkraft aufzubauen wie mit progressivem Training mit Gewichten.
Eine Metaanalyse von 39 Studien mit Erwachsenen ab 60 Jahren fand im Vergleich zu keinem oder gewohntem Training einen moderaten Effekt von Pilates auf die Kraft (Effektstärke 0,63), bei moderater Sicherheit der Evidenz [3]. Eine spätere Metaanalyse von 24 randomisierten Studien mit 1.190 Teilnehmenden war zurückhaltender: Gegenüber Kontrollgruppen war der Effekt auf die Kraft nicht signifikant und die Evidenz von niedriger Qualität, gegenüber anderen Trainingsformen gab es keinen Unterschied (SMD 0,01). Die Autoren folgerten, dass Pilates zur Verbesserung der Kraft älterer Menschen derzeit nicht empfohlen werden kann [4].
Beide Übersichtsarbeiten untersuchten nur Menschen über 60, über jüngere, trainierte Erwachsene sagen sie daher wenig aus. Für Maximalkraft legt das ACSM den Schwerpunkt auf schwere Lasten im Bereich von 1–6 RM [2], die Übungen auf der Matte mit reinem Körpergewicht nicht liefern können.
Ist Reformer-Pilates näher am Krafttraining als Matten-Pilates?
Ja. Reformer-Pilates kommt dem Krafttraining näher, weil die Federn den Widerstand einstellbar machen, während Matten-Pilates nur mit Körpergewicht und Hebelwirkung arbeitet. Auf dem Reformer erhöht eine schwerere Feder die Last bei Übungen wie dem Footwork, einer Druckbewegung ähnlich der Beinpresse. Damit ist eine einfache Form von Progression möglich.
Beim Matten-Pilates werden Übungen durch längere Hebel, ein langsameres Tempo und weniger Abstützung schwerer. Die meisten Übungen auf der Matte arbeiten mit einer Last weit unter dem Maximum, mit vielen Wiederholungen oder langen Haltephasen. Das entspricht dem, was das ACSM als Training der lokalen Kraftausdauer beschreibt [2]. Die großen Muskeln von Beinen und Rücken bekommen auf der Matte relativ wenig Widerstand.
In beiden Formen stehen Kontrolle, Haltung und Beweglichkeit im Mittelpunkt; stetig steigende Lasten spielen eine Nebenrolle. Pilates lässt sich deshalb gut mit zwei wöchentlichen Einheiten mit schwereren Gewichten kombinieren, etwa aus einer Auswahl an Krafttrainingseinheiten.
Ist Schwimmen Krafttraining?
Nein. Schwimmen ist eine Ausdaueraktivität: Die WHO nennt es als Beispiel dafür, neben Gehen, Laufen und Radfahren [1]. Der Wasserwiderstand steigt mit dem Tempo, doch eine Schwimmeinheit besteht aus Hunderten Zügen hintereinander. Die Kraft pro Zug bleibt dadurch weit unter dem, was die Muskeln bei einer einzigen maximalen Anstrengung leisten können.
Schwimmen belastet auch das Skelett kaum, weil das Wasser das Körpergewicht trägt. Eine Metaanalyse von 14 Studien mit jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren fand bei Schwimmern eine ähnliche Knochenmineraldichte wie bei Nichtsportlern, gemessen am ganzen Körper, am Oberschenkelhals und an der Lendenwirbelsäule, und niedrigere Werte als bei Sportlern aus Sportarten mit hoher Stoßbelastung [5]. Als knochenstärkende Aktivitäten nennt die WHO Springen, Laufen und Gewichtheben [1].
Schwimmen trainiert Herz und Lunge und eignet sich für alle, denen Stoßbelastung unangenehm ist. Für Muskelmasse, Kraft und Knochen wirkt es am besten zusätzlich zum Krafttraining, nicht an seiner Stelle.
Ist Rudern Krafttraining?
Nein. Rudern ist überwiegend Ausdauertraining, auch wenn jeder Schlag Beine, Rücken und Arme beansprucht. Es passt zur WHO-Beschreibung von Ausdaueraktivität: große Muskeln, die sich über einen längeren Zeitraum rhythmisch bewegen [1]. Eine Einheit auf dem Wasser oder auf dem Rudergerät besteht aus Hunderten Schlägen, und ein Widerstand, den du so oft wiederholen kannst, liegt weit unter den 8–12 RM, die das ACSM Anfängern im Krafttraining empfiehlt [2].
Eine Metaanalyse von 21 Studien zeigte, dass Ausdauertraining nicht das gleiche Muskelwachstum bringt wie Krafttraining: Beim Wachstum des gesamten Oberschenkelmuskels lag Krafttraining mit einer Effektstärke von 0,66 vorn [6]. Gemessen wurden die Kniestrecker; die Autoren erwarteten ein ähnliches Muster bei anderen Muskelgruppen.
Eine höhere Widerstandsstufe (Damper) am Rudergerät macht jeden Schlag schwerer, doch die Einheit besteht weiterhin aus vielen submaximalen Wiederholungen. Rudern lässt sich gut mit Übungen wie Kreuzheben, Kniebeugen und vorgebeugtem Rudern mit der Langhantel kombinieren, bei denen das Gewicht in kleinen Schritten steigt.
Ist Yoga Krafttraining?
Yoga ist teilweise Krafttraining. Haltungen wie Plank, Chaturanga und der Stuhl lassen die Muskeln das Körpergewicht halten, und bei älteren Menschen verbessert das die Kraft. Eine Metaanalyse von 12 Studien mit älteren Erwachsenen fand moderat positive Effekte von Yoga auf Muskelkraft, Gleichgewicht, Mobilität und die Beweglichkeit des Unterkörpers, aber keinen signifikanten Effekt auf die Herz-Kreislauf-Ausdauer [7].
Die Kraft wurde in diesen Studien meist mit funktionellen Tests gemessen, etwa der Zahl der Aufstehbewegungen vom Stuhl oder der Armbeugen in 30 Sekunden. Solche Tests bilden die Alltagsfunktion älterer Menschen ab. Über Maximalkraft oder Muskelmasse bei jüngeren Erwachsenen sagen sie wenig aus.
Yoga bietet außer schwierigeren Haltungen und längerem Halten kaum Möglichkeiten, den Widerstand zu steigern, und enthält fast keine Zugbewegungen für den oberen Rücken und den Bizeps. Neben zwei Krafteinheiten pro Woche ergänzt Yoga Gleichgewichts- und Beweglichkeitsarbeit, die Krafttraining nur zum Teil abdeckt.
Sind Radfahren, Laufen und Treppensteigen Krafttraining?
Nein. Radfahren, Laufen und Treppensteigen im Alltag sind Ausdaueraktivitäten: Die WHO nennt Gehen, Laufen, Schwimmen und Radfahren als Beispiele dafür [1]. Sie belasten die Beinmuskeln minuten- bis stundenlang am Stück und liegen damit am Ausdauerende des Spektrums.
Die Metaanalyse, die Ausdauer- mit Krafttraining verglich, fand nach Ausdauertraining weniger Muskelwachstum, sowohl für den gesamten Muskel als auch für einzelne Typ-I- und Typ-II-Muskelfasern [6]. Bergauffahren oder Spinning mit hohem Widerstand erhöht die Anstrengung pro Pedaltritt, doch eine Fahrt besteht weiterhin aus Tausenden Wiederholungen.
Laufen hat einen Vorteil gegenüber Radfahren und Schwimmen: Die WHO zählt es, zusammen mit Springen und Gewichtheben, zu den knochenstärkenden Aktivitäten [1]. Treppensteigen wird zu Krafttraining, wenn die Stufe hoch ist und Zusatzgewicht hinzukommt, etwa bei Step-ups mit Kurzhanteln, weil sich die Last dann in kleinen Schritten steigern lässt.
Sind CrossFit, HYROX und Zirkeltraining Krafttraining?
Teilweise. Diese Formate verbinden Kraftübungen mit Konditionstraining, und der Anteil an Krafttraining hängt von der Last ab. Eine Metaanalyse zu hochintensivem funktionellem Training (HIFT), zu dem Workouts im CrossFit-Stil gehören, fand im Vergleich zu keinem Training Verbesserungen bei Kraft (SMD 0,60) und Ausdauerleistung (SMD 0,42). Studien, die diese Trainingsform mit klassischem Krafttraining verglichen, fand die Analyse nicht [8].
CrossFit-Einheiten enthalten oft Langhantelübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben und Umsetzen, die beide Bedingungen erfüllen, wenn das Gewicht schwer genug ist. Der getimte Konditionsteil mit vielen Wiederholungen bei leichteren Lasten ist Ausdauertraining.
HYROX ist vor allem ein Laufwettkampf: 8 km Laufen, unterbrochen von acht Workout-Stationen, darunter Sled Push, Sled Pull, Farmers Carry, Sandbag Lunges und Wall Balls mit festen Gewichten je Division. Ein HYROX-Trainingsplan verbindet deshalb Laufen mit separaten Krafteinheiten.
Zirkeltraining zählt als Krafttraining, wenn jede Station eine Last nutzt, die die Muskeln innerhalb einer begrenzten Zahl von Wiederholungen ermüdet. Zirkel mit leichten Gewichten und hohen Wiederholungszahlen fallen in den Bereich, den das ACSM als Training der lokalen Kraftausdauer beschreibt: mehr als 15 Wiederholungen bei 40–60 % des 1RM [2].
Zählt Training mit dem eigenen Körpergewicht oder Calisthenics als Krafttraining?
Ja, solange die Übungen schwerer werden. Körpergewicht ist ein Widerstand wie jeder andere; die Einschränkung ist, dass es nicht von selbst zunimmt. Calisthenics zählt als Krafttraining, wenn die Progression aus schwereren Varianten, einem größeren Bewegungsumfang, einem langsameren Tempo oder Zusatzgewicht wie einer Gewichtsweste kommt.
In einer randomisierten Studie mit 23 mäßig trainierten Männern steigerten vier Wochen progressives Liegestütztraining mit immer schwereren Varianten das 1RM im Bankdrücken, ebenso wie vier Wochen Bankdrücken selbst. Die Muskeldicke veränderte sich in diesem kurzen Zeitraum in keiner der beiden Gruppen messbar [9].
Die Beine lassen sich mit reinem Körpergewicht am schwersten ausreichend belasten. Sobald eine normale Kniebeuge deutlich mehr als 15-mal gelingt, trainiert sie vor allem die Kraftausdauer [2]. Einbeinige Varianten wie bulgarische Split Squats und Pistol Squats erhöhen den Widerstand wieder. Weitere Möglichkeiten zeigen die Kraftübungen.
Wie kombinierst du Pilates, Schwimmen oder Laufen mit Krafttraining?
Behalte die Aktivität bei und ergänze zwei Krafteinheiten pro Woche, die alle großen Muskelgruppen trainieren. Das entspricht der WHO-Empfehlung: muskelkräftigende Aktivität an zwei oder mehr Tagen pro Woche, zusätzlich zu 150–300 Minuten moderater Ausdaueraktivität. Erwachsenen ab 65 Jahren rät die WHO zu vielseitiger Aktivität mit Gleichgewichts- und Krafttraining an drei oder mehr Tagen pro Woche [1].
Ausdauer- und Krafttraining zu kombinieren, hebt die Fortschritte nicht auf. Eine Metaanalyse von 43 Studien fand, dass zusätzliches Ausdauertraining das Muskelwachstum und die Maximalkraft nicht verringerte. Die Schnellkraft nahm allerdings weniger zu, vor allem wenn beides in derselben Einheit stattfand; mit mindestens drei Stunden Abstand war der Unterschied nicht signifikant [10].
Eine praktische Woche besteht aus zwei Ganzkörper-Krafteinheiten, zum Beispiel am Montag und Donnerstag, mit Pilates, Schwimmen oder Laufen an den anderen Tagen. Wie oft du jede Muskelgruppe trainierst, steht unter wie oft pro Woche Krafttraining.
Die ersten Schritte beschreibt der Artikel Krafttraining für Anfänger. Wer eine Erkrankung hat oder schwanger ist, sollte einen neuen Trainingsplan vorher ärztlich oder physiotherapeutisch abklären lassen.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
Nicht vollständig. Pilates kann die Kraft älterer Menschen im Vergleich zu keinem Training verbessern, doch der Widerstand lässt sich nur in einem engen Bereich steigern. Zwei Einheiten pro Woche mit schwereren Gewichten ergänzen, was Pilates nur begrenzt trainiert: Maximalkraft, Muskelmasse und die Belastung der Knochen. Beides passt gut in dieselbe Woche.
Das kann es. Die WHO empfiehlt muskelkräftigende Aktivität mit mindestens moderater Intensität für alle großen Muskelgruppen, an zwei oder mehr Tagen pro Woche. Eine fordernde Pilatesstunde, in der Beine, Hüften, Rücken, Brust, Schultern und Arme arbeiten, erfüllt diese Beschreibung. Für dauerhafte Kraftzuwächse muss der Widerstand zusätzlich mit der Zeit steigen.
Schwimmen trainiert vor allem die Kraftausdauer und baut im Vergleich zum Training mit Gewichten wenig Muskelmasse auf. Ausdauertraining bringt allgemein weniger Muskelwachstum als Krafttraining. Wer beim Schwimmen mehr Muskeln möchte, ergänzt Krafttraining mit Lasten, die die Muskeln innerhalb von etwa 6 bis 12 Wiederholungen ermüden, dem Bereich, den das ACSM für Muskelaufbau betont.
Ein Rudergerät ist ein gutes Ausdauergerät, das Beine, Rücken und Arme beansprucht, aber kein effizienter Weg zum Muskelaufbau. Der Widerstand pro Schlag ist niedrig genug, um ihn Hunderte Male zu wiederholen. Kniebeugen, Kreuzheben und Rudern mit Gewichten bauen mehr Muskelmasse auf, weil sich die Last schrittweise steigern lässt.
Meist nicht. HIIT wechselt kurze, harte Intervalle mit Pausen ab und zielt vor allem auf das Herz-Kreislauf-System. Intervalle mit Übungen wie Burpees oder Hampelmännern sind Konditionstraining. Teilweise Krafttraining wird HIIT erst, wenn die Intervalle schwere Lasten nutzen, etwa Kettlebell Swings oder Thrusters mit einem Gewicht, das die Zahl der Wiederholungen begrenzt.
Nein. Padel ist ein Rückschlagsport mit kurzen Sprints, Richtungswechseln und wiederholten Schlägen. Er trainiert Kondition und Koordination, aber der Widerstand für die Muskeln ist niedrig und steigt nicht, wenn du besser wirst. Padel lässt sich gut mit zwei Krafteinheiten pro Woche für Beine, Rumpf und Schultern kombinieren, im Einklang mit der WHO-Empfehlung.
Nein. Die WHO nennt Gehen als wichtigstes Beispiel für Ausdaueraktivität. Bergauf zu gehen oder einen schweren Rucksack zu tragen erhöht die Anstrengung, doch die Beine wiederholen weiterhin Tausende Male dieselbe Bewegung mit geringer Last pro Schritt. Gehen zählt zu den 150–300 Minuten Ausdaueraktivität pro Woche, nicht zu den zwei Krafttagen.
Nein. Spinning, auch Indoor Cycling genannt, ist Ausdauertraining, selbst bei hohem Widerstand. Eine Stunde besteht aus Tausenden Pedaltritten, jeder mit einem Bruchteil der maximalen Beinkraft. Spinning lässt sich gut mit Beinübungen wie Kniebeugen, Ausfallschritten und rumänischem Kreuzheben kombinieren, bei denen das Gewicht in kleinen Schritten steigt.
Quellen
- Bull FC, Al-Ansari SS, Biddle S, et al. World Health Organization 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. Br J Sports Med. 2020;54(24):1451-1462.
- American College of Sports Medicine. American College of Sports Medicine position stand. Progression models in resistance training for healthy adults. Med Sci Sports Exerc. 2009;41(3):687-708.
- Fernández-Rodríguez R, Álvarez-Bueno C, Ferri-Morales A, et al. Pilates improves physical performance and decreases risk of falls in older adults: a systematic review and meta-analysis. Physiotherapy. 2021;112:163-177.
- Oliveira LS, de Oliveira RG, da Silva TQ, et al. Effects of pilates exercises on strength, endurance and muscle power in older adults: Systematic review and meta-analysis. J Bodyw Mov Ther. 2024;39:615-634.
- Gomez-Bruton A, Montero-Marín J, González-Agüero A, et al. Swimming and peak bone mineral density: A systematic review and meta-analysis. J Sports Sci. 2018;36(4):365-377.
- Grgic J, Mcllvenna LC, Fyfe JJ, et al. Does Aerobic Training Promote the Same Skeletal Muscle Hypertrophy as Resistance Training? A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med. 2019;49(2):233-254.
- Shin S. Meta-Analysis of the Effect of Yoga Practice on Physical Fitness in the Elderly. Int J Environ Res Public Health. 2021;18(21):11663.
- Wilke J, Mohr L. Chronic effects of high-intensity functional training on motor function: a systematic review with multilevel meta-analysis. Sci Rep. 2020;10(1):21680.
- Kotarsky CJ, Christensen BK, Miller JS, et al. Effect of Progressive Calisthenic Push-up Training on Muscle Strength and Thickness. J Strength Cond Res. 2018;32(3):651-659.
- Schumann M, Feuerbacher JF, Sünkeler M, et al. Compatibility of Concurrent Aerobic and Strength Training for Skeletal Muscle Size and Function: An Updated Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med. 2022;52(3):601-612.